Die Karatarla-Moschee ist ein historisches Gotteshaus, das sich im Stadtteil Karatarla in Gaziantep an der Eskisaray-Straße befindet. Sie ist für ihr reich verziertes Minarett bekannt.
Das 1586 als Gebetsraum errichtete Bauwerk wurde 1621 von einem Wohltäter namens Yürükzâde Gergerî Halil Çavuş erweitert und zu einer Moschee umgebaut. Seine heutige Gestalt erhielt es im Jahr 1775. 1
Sie befindet sich in einem dreieckigen Innenhof. Sie besteht aus zwei, parallel zum Mihrab verlaufenden Schiffen. Das Dach ist aus Holz. Vom Mihrab bis zum hinteren Gebetsraum reihen sich drei Kuppeln aneinander.2 Über dem Eingang zum Gebetsraum befindet sich die Muadhin-Loge. An der Außenfassade wurden schwarze, weiße, gelbe und rote Steine verwendet, die die Tradition der Steinmetzkunst in Gaziantep widerspiegeln.
Der Schaft des Minaretts erhebt sich vom Sockel bis zur Kuppelspitze in einer gewundenen (geriffelten) Linie.3 Die Füllungen unterhalb der Empore sind mit reichhaltigen Mukarnas-Gruppen verziert. Die Kuppel wurde während der Verteidigung von Gaziantep durch die französische Besatzung und Bombardements beschädigt und in der Zeit der Republik originalgetreu wieder aufgebaut.4
Die Moschee wurde im Jahr 2014 umfassend restauriert.5 Im Zuge dieser Restaurierung wurde das Minarett abgetragen und originalgetreu wieder aufgebaut.
Die Moschee wurde bei den Erdbeben am 16. Februar 2023 beschädigt, und ihr Minarett stürzte ein.