Es handelt sich um eine großflächige archäologische Festungsanlage, die in der türkischen Provinz Muş in der Nähe des Dorfes Mescidli entdeckt wurde. Das Gebiet, das sich Berichten zufolge über eine Fläche von etwa 120.000 m² erstreckt und von Verteidigungsmauern umgeben ist, deren Überreste heute auf einer Länge von etwa 1,4 Kilometern zu erkennen sind, wurde im Jahr 2026 vom Archäologen Melik Mirbey Ömeroğlu bei der Auswertung von Satellitenbildern und den anschließenden Feldforschungen entdeckt. Die an den Festungsruinen zu erkennende zyklopische und polygonale Steinmetzarbeit lässt darauf schließen, dass das Bauwerk aus der frühen Eisenzeit und insbesondere aus der frühen Urartu-Periode stammen könnte; Ömeroğlu wies darauf hin, dass die architektonischen Merkmale Ähnlichkeiten mit den Festungen Aşağı Anzaf und Zivistan in der Region Van aufweisen. Allerdings sind archäologische Untersuchungen und Ausgrabungen erforderlich, um das Bauwerk genau zu datieren und seine Verbindung zum Königreich Urartu zu bestätigen. Zum Zweck der Eintragung des Geländes als Kulturgut wurde ein Antrag beim Regionalausschuss für den Schutz des Kulturerbes in Van gestellt. Da die Festung aufgrund ihrer Lage als wichtig für die westwärts gerichtete Ausbreitung des Königreichs Urartu und für antike Verkehrswege angesehen wird, wurde vermutet, dass sie einen Beitrag zu den Diskussionen über die frühurartische Siedlung Arzaskun leisten könnte, deren Standort bislang nicht genau bestimmt werden konnte; jedoch ist dieser Zusammenhang bislang nicht nachgewiesen worden.1

✶ Medien